In der "aktuellen Kolumne" des Deutschen Instituts für Entwicklungspolitik (DIE) liefert Uwe Schneidewind unter dem Titel "Für die „große Transformation“ muss sich das Wissenschaftssystem neu aufstellen" eine Analyse der wissenschaftspolitischen Konsequenzen aus dem aktuellen Gutachten des Wissenschaftlichen Beirates für Globale Umweltveränderungen (WBGU).
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- 2011-07-25 @ 11:34:31
Vielen Dank für den Kommentar. Ohne Zweifel muss man das Wissenschaftssystem stets daran erinnern, dass es in die Gesellschaft eingebettet ist und diese - wenn man so will: zeitnahe - Einbettung eben nicht durch eigene, dauerhaft gültige Regeln ersetzt werden kann. So gesehen sind die gültigen Selbstverständnisse, Leitbilder und generalisierten Handlungsorientierungen nicht mehr auf dem aktuellen Stand. daher stimmt die Schlussfolgerung: Die Wissenschaft hinkt hinterher.
Gleichwohl darf man feststellen, dass auch nach der Energiewende Nachhaltigkeit nicht umfassend als positives Zukunftsbild in der Gesellschaft verankert ist. Das kann sie so schnell auch nicht sein. Die Energiewende leistet einen Beitrag, von Transformation hin zu geteilten positven Zukunftsbildern kann aber wohl noch keine Rede sein.
Insofern reicht es nicht, dass die Wissenschaft "nur" auf der Höhe der Zeit ist, ihr kommt eine Vorreiterrolle zu. Es muss ein Stück weit unterstellt werden, dass Nachhaltigkeit in den Köpfen Realität ist und gleichsam Anforderungen an die Wissenschaft stellt.


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