Am 07.06.2011 hat die Schweizerische Akademische Gesellschaft für Umweltforschung und Ökologie (SAGUF) unter der Leitfrage "Welche Forschung führt aus der Krise?" eine eintägige Tagung zu den Perspektiven nachhaltigkeitsorientierter Forschung und Forschungspolitik in der Schweiz durchgeführt. Die SAGUF hatte für die Veranstaltung führende Vertreter der schweizerischen Wissenschaft und Wissenschaftspolitik gewinnen können (so u.a. den Präsidenten des schweizerischen Nationalfonds Prof. Dr. Dieter Imboden, die Nachhaltigkeits-Koordinatoren der ETH Zürich Prof. Dr. Schwarzenbach und der Universität Bern Prof. Dr. Hans Hurni, leitende Vertreter des Bundesamtes für Umwelt sowie des Bundesamtes für Raumentwicklung).

In den Diskussionen wurde deutlich, dass auch in der Schweiz heftig um das richtige Verhältnis von wissenschaftlicher Selbstorganisationen und geeigneter politischer Steuerung gerungen wird. Die Vorreiterrolle, die die Schweiz im Hinblick auf eine transdisziplinäre Nachhaltigkeitsforschung europaweit bis Ende der 90er-Jahre hatte, muss erst wieder errungen werden. Dies machen die rasanten Entwicklungen in anderen europäischen Wissenschaftssystemen deutlich, wie u.a. der Vortrag von Peter Moll zur EU-Initiative RD4SD (Research and Development for Sustainable Development) zeigt. Die Initiative koordiniert derzeit die Wissenschaftsministerien von 18 europäischen Ländern.

Die SAGUF wird die Impulse aus der Tagung dafür nutzen, die Diskussion in der Schweiz weiter fortzuführen. Eine erste Medienmitteilung der SAGUF zur Veranstaltung findet sich hier.