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  • Fraunhofer- Gesellschaft legt ersten Nachhaltigkeitsbericht vor

    Als eine der weltgrößten Organisationen für anwendungsorientierte Forschung trägt die Fraunhofer-Gesellschaft mit nachhaltigen Lösungen zur Zukunftsfähigkeit der Gesellschaft bei. Sie hat den Anspruch Problemlösungen zu entwickeln, die über die Anforderungen der Gegenwart hinaus in die Lebenswelten künftiger Generationen reichen. In den vergangenen Jahren hat das Thema Nachhaltigkeit zunehmend in der Unternehmenspolitik an Bedeutung gewonnen. Bereits 2009 erfolgte der Zusammenschluss von 20 Fraunhofer-Instituten und -Einrichtungen zum Netzwerk Nachhaltigkeit. Aus dieser Bottom-up-Initiative hat sich mittlerweile ein im Präsidialstab angesiedelter und strukturiert geführter Prozess entwickelt. In dem jetzt veröffentlichten Nachhaltigkeitsbericht der Fraunhofer-Gesellschaft sind zum ersten Mal das Nachhaltigkeitsverständnis der Fraunhofer Gesellschaft, ihre Ziele und Maßnahmen dargelegt. Dies stellt einen Einstieg in eine transparente Nachhaltigkeitskommunikation und ein Instrument für ein langfristig angelegtes Nachhaltigkeitsmanagement dar, so Professor Neugebauer, Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft, anlässlich der Veröffentlichung.

    Den kompletten Nachhaltigkeitsbericht, sowie die Pressemitteilungen zur Veröffentlichung können Sie hier einsehen.
  • "Lost in the Anthropocene? – Nachhaltige Wissenschaft in der Epoche der Menschheit" - Tagung des ISOE am 21.11.14 in Frankfurt am Main

    Die Menschheit formt die Natur in einem Ausmaß, sodass nicht länger natürliche, sondern gesellschaftliche Prozesse die treibende Kraft auf unserem Planeten sind – so lautet kurzgefasst die These vom Anthropozän. In den Geowissenschaften steht sie für nicht weniger als einen Epochenwechsel und wird hier entsprechend intensiv diskutiert. Welche Bedeutung und welche Folgen die Diagnose von der "Epoche der Menschheit" außerhalb dieses Diskurses hat, zeichnet sich dagegen erst in Ansätzen ab. Dabei beschreibt die Zeitdiagnose des Anthropozän einen der wichtigsten Perspektivwechsel der vergangenen 100 Jahre: Gesellschaft und Natur sind so eng verwoben, dass sie nicht mehr unabhängig voneinander untersucht werden können. Eine fundierte Rezeption dieser Erkenntnis fehlt bislang vor allem dort, wo zu Übergängen in eine nachhaltige Entwicklung geforscht wird. Unklar ist zum Beispiel, ob aus dem Blickwinkel des "Anthropozän" ein neues Grundverständnis der Beziehungen zwischen Natur und Gesellschaft erkennbar wird und welche Rückwirkungen diese Zeitdiagnose für die Gestaltung einer Nachhaltigen Entwicklung hat. Und nicht zuletzt: Ändern sich Rolle und Verantwortung von Wissenschaft bei der Entwicklung von Zukunftsvisionen? Muss gesellschaftliche Partizipation am wissenschaftlichen Erkenntnisprozess neu gedacht werden? Mit der Tagung wollen die OrganisatorInnen des Instituts für sozial-ökologische Forschung der Suche nach Antworten auf diese und weitere Fragen Raum geben. Kurze Fachvorträge und unterschiedliche Dialogformate sollen zum Austausch, zum Nachdenken und zur Positionsbestimmung anregen.
    Zum Programm der Tagung und zur Anmeldung gelangen Sie hier.
  • Call for Papers und Save the Date: Forschungskolloquium "Forschung für Nachhaltigkeit an deutschen Hochschulen" am 11.06.2015 in der HAW Hamburg

    Nachhaltigkeitsforschung hat in Deutschland bereits Tradition und einen hohen Stellenwert. Doch die Vielfalt von Akteuren und Forschungsprojekten zum Thema Nachhaltigkeit in Deutschland hat mittlerweile eine solche Dimension erreicht, dass das "Wer macht was?" schwer zu überblicken ist. Es besteht also ein realer Bedarf, die Akteure, die im Bereich Forschung für Nachhaltigkeit an deutschen Hochschulen tätig sind, zusammen zu bringen, um als „Gemeinschaft“ über den neuesten Stand der Forschung sowie über zukünftige Trends zu diskutieren.

    Aus diesem Grund wird das Forschungskolloquium "Forschung für Nachhaltigkeit an deutschen Hochschulen" organisiert. Die Veranstaltung findet am 11.06.2015 an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW Hamburg) statt. Gastgeber ist das Forschungs-und Transferzentrum "Applications of Life Sciences", Initiator der "Sustainability 2.0" Initiative und des "World Symposium on Sustainability in Higher Education", welches aus dem UN Gipfel in Rio de Janeiro im Jahr 2012 entstanden ist.

    Als Dokumentation und Output der Veranstaltung wird das Buch "Forschung für Nachhaltigkeit an deutschen Hochschulen" als Teil der Buchreihe "World Sustainability Series" (Springer, Berlin) veröffentlicht. Die Buchreihe, die 2015 startet, ist bereits mit einer Reihe von hochwertigen Publikationen besetzt und wird den Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Möglichkeit bieten, ihre Arbeit zu dokumentieren und sie im ganzen deutschsprachigen Raum zu verbreiten.

    Weitere Informationen zum Call for Paper und zur Veranstaltung finden Sie hier.

  • Transformative Wissenschaft als Teil der Weltbürgerbewegung

    Rechtzeitig zum UN-Weltklimagipfel Ende September in New York hat der Wissenschaftliche Beirat Globale Umweltveränderungen (WBGU) sein Sondergutachten "Klimaschutz als Weltbürgerbewegung" vorgelegt. Darin spielt wie schon im 2011 erschienenen Transformationsgutachten die Wissenschaft und Forschung für Transformationsprozesse eine zentrale Rolle. Im Kapitel 4.4.  auf den Seiten 93 ff. geht der WBGU im Kapitel "Von Reallaboren bis zur Citizen Science - zum unterschätzten Potenzial einer transformativen Wissenschaft" auf die Rolle von Wissenschaft in der vom WBGU eingeforderten Weltbürgerbewegung ein. Auf den Seiten 109 ff. erfolgen umfassende Forschungsempfehlungen für eine so konzipierte Transformations- und transformative Forschung über den Klimawandel. Das gesamte Gutachten kann hier heruntergeladen oder als Papierfassung beim WBGU bestellt werden.
  • campusWELTbewerb – Wettbewerb für globale Nachhaltigkeit an baden-württembergischen Hochschulen startet

    Der campusWELTbewerb möchte Initiativen für eine global nachhaltige Entwicklung fördern. Diese sollen zur Bewusstseinsschaffung dienen und praktisches Handeln anstoßen. Alle baden-württembergischen Hochschulangehörigen können mit einer überzeugenden Projektskizze rund um das Thema global nachhaltige Entwicklung einen Förderbetrag von bis zu 5.000 Euro zur Umsetzung ihres Projekts gewinnen. Wettbewerbsbeiträge in Form einer Projektskizze können bis zum 31.01.2015 eingereicht werden. Gefördert wird der Wettbewerb vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg und dem Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg. Theresia Bauer, Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst hat die Schirmherrschaft übernommen.

    Ausführliche Informationen zum Wettbewerb finden Sie hier.

  • Reallabore in Baden-Württemberg ausgewählt - 7 Millionen Euro für die Stärkung der Nachhaltigkeitsforschung

    Das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg fördert ab 2015 mit insgesamt bis zu 7 Mio. Euro Projekte zur Einrichtung von Reallaboren an Hochschulen im Land. Eine Kommission mit externen Gutachtern hat jetzt über die Anträge der Vorauswahl-Runde entschieden. Bei den jetzt geförderten Reallaboren werden praktische Fragen großgeschrieben: so ist es z. B. Ziel des Reallabors Nordschwarzwald, ökologische, soziale und ökonomische Wirkungsbeziehungen zwischen dem neu gegründeten Nationalpark und der Region Nordschwarzwald mit Blick auf eine regionale Nachhaltigkeitstransformation gemeinsam mit den betroffenen Akteuren aus Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft zu analysieren, zu bewerten und daraus konkrete Handlungsoptionen abzuleiten und umzusetzen. "Weil Wissenschaft heute nicht mehr nur im abgeschlossenen Labor stattfinden kann, machen wir unsere unmittelbare Umgebung zum Labor", sagte Ministerin Bauer anlässtlich der Veröffentlichung der Ergebnisse.

    Die Reallabore werden wissenschaftlich begleitet und ausgewertet. Zur Vernetzung der einzelnen Reallabore, auch über die Landesgrenzen hinaus, sind Konferenzen geplant, eine erste öffentliche Veranstaltung zur Vorstellung der Projekte wird es im Frühjahr 2015 geben.
    Die letztlich ausgewählten Projekte können Sie hier sehen.
    Zur Pressemitteilung des baden-württembergischen Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst gelangen Sie hier.
  • "The long ride towards sustainability at universities: How to accelerate on a bumpy road?" Podiumsdiskussion am 17.10. an der HU Berlin

    Im Rahmen des ersten europäischen Green Office Summit an der HU Berlin wird am 17.10.14 um 18Uhr die Podiumsdiskussion "The long ride towards sustainability at universities: How to accelerate on a bumpy road?" stattfinden. Als Gäste werden unter anderem erwartet:
    • Charlotte Bonner (National Union of Students UK)
    • Alex Baker-Shelley (PhD Student an der Maastricht University)
    • Anjelle Rademakers (Manager Green Office Utrecht)
    • Miriam Block (Campus Grün Universität Hamburg)
    • Moderation: Felix Spira (PhD Student am Dutch Research Institute for Transitions in Rotterdam und Mitgründer von rootAbility)

    Im Anschluss an die Podiumsdiskussion wird es eine Poster Präsentation zu studentisch geleiteten Green Offices in verschiedenen europäischen Ländern geben.

    Mehr Informationen erhalten Sie hier.
  • Wie weit muss die Reform des Wissenschaftssystems gehen? Uwe Schneidewind antwortet auf den Aufsatz von Jürgen Mittelstraß in der FAZ vom 22.09.2014

    Prof. Dr. Uwe Schneidewind

    Prof. Dr. Uwe Schneidewind

    Wuppertal Institut für Klima, Energie und Umwelt

    Diskussionbeiträge für eine Nachhaltige Wissenschaft


    In der FAZ vom 22.09.2014 hat Jürgen Mittelstraß zu einem radikalen Neudenken der institutionellen Struktur des deutschen Wissenschaftssystems aufgerufen. Unter Rückgriff auf die "Verhältnisse, die es zum Tanzen zu bringen" gilt, scheut sich Jürgen Mittelstraß nicht vor radikalen Reformvorschlägen: die Auflösung der Leibniz-Gemeinschaft, die Verkleinerung der Universitäten, der massive Ausbau der Fachhochschulen sind nur einige seiner Forderungen. Uwe Schneidewind antwortet auf diesen Aufsatz und wirft Jürgen Mittelstraß vor, in seiner Kritik nicht weit genug zu gehen. Die komplette Replik lesen sie hier:

    "Die Wissenschaft braucht eine neue Melodie" oder warum das Wissenschaftssystem nicht nur einer Struktur- sondern auch einer Orientierungsrevolution bedarf

    In der FAZ vom 22.09.2014 hat Jürgen Mittelstraß zu einem radikalen Neudenken der institutionellen Struktur des deutschen Wissenschaftssystems aufgerufen. Unter Rückgriff auf die "Verhältnisse, die es zum Tanzen zu bringen" gilt, scheut sich Jürgen Mittelstraß nicht vor radikalen Reformvorschlägen: Auflösung der Leibniz-Gemeinschaft, Verkleinerung der Universitäten, massiver Ausbau der Fachhochschulen sind nur einige seiner Forderungen.


    Jürgen Mittelstraß geht es im Kern darum, der "materialen Idee" von Wissenschaft eine institutionelle Form zu geben, die ihr eine angemessene Entfaltung ermöglicht. Mittelstraß bemängelt die verengte institutionelle Selbstbeschäftigung von Hochschulen und Forschungsorganisationen. Er kritisiert zu Recht, dass selbst der Wissenschaftsrat in seinem jüngsten Empfehlungen zur Zukunft des Wissenschaftssystems nicht mehr als ein "Weiter-so" mit nur marginalen Verbesserungsvorschlägen vorgelegt hat. Der Blick auf die oft bemüht wirkenden Abgrenzungsdebatten zwischen unterschiedlichen Hochschultypen in der Hochschulrektor-enkonferenz oder zwischen den großen außeruniversitären Forschungseinrichtungen legen ein beredtes Zeugnis davon ab.

    Wissenschaft ist mehr als Erkenntnisgewinn und Wohlstandsmotor

    Mittelstraß´ Philippika gegen die institutionelle Erstarrung trifft einen zentralen Schwachpunkt des Wissenschaftssystems. Aber sie greift zu kurz, weil sie sich zu wenig mit der "Melodie" auseinandersetzt, nach der die Verhältnisse künftig tanzen sollen. Denn nicht nur im Hinblick auf die institutionelle Verfasstheit steht das Wissenschaftssystem vor einem Umbruch, sondern auch bei der dahinter liegenden materialen Idee.

    Zwei grundlegende Ideen von Wissenschaft spielen bei Mittelstraß und der aktuellen Wissenschaftsdiskussion eine Rolle: Wissenschaft als Ort des Erkenntnisgewinns. Mittelstraß diesbezüglichen Vorschlägen zur Stärkung der Universitäten oder der Max-Planck-Gesell-schaft ist hier wenig hinzufügen.

    Ein zweite materiale Idee adressiert Mittelstraß eher implizit: Wissenschaft als Motor zur Wohlstandsmehrung. In seinem Lob für die Fraunhofer-Gesellschaft kommt diese Mission zum Ausdruck. Die konsequente Ausrichtung von Wissenschaft an ökonomisch-technologischer Verwertung, wie sie in der Fraunhofer-Gesellschaft idealtypisch umgesetzt ist, treibt neben dem losgelösten Erkenntnisgewinn die Wissenschaftsentwicklung in den letzten rund 200 Jahren.

    Seiten: 1 2

  • GAIA Masters Student Paper Award - Einreichung von Bewerbungen bis zum 30.10. möglich

    Studierende, die eine inter- oder transdisziplinäre Masterarbeit geschrieben haben, können sich für den GAIA Masters Student Paper Award bewerben. Mit ihrer Bewerbung erhalten sie die Chance, einen Artikel zu ihrem Thema in einer internationalen Peer-Review-Zeitschrift zu veröffentlichen. Außerdem erhält der/die Gewinner(in) ein Jahresfreiabo von GAIA (inkl. Free Open Access) sowie ein Preisgeld in Höhe von 1.500,– Euro (gestiftet von der Andrea von Braun Stiftung).

    Den Preis schreiben die Leuphana Universität Lüneburg und GAIA zusammen aus. Der Einsendeschluss ist der 30.Oktober 2014.
    All eingereichten Beiträge werden von einer Jury einer Vorauswahl unterzogen – die ausgewählten Beitrage durchlaufen anschließend den Peer-Review-Prozess von GAIA.
    Mehr Informationen zum Award gibt es hier.
  • "Wissenschaft der Transformation - Transformationen der Wissenschaft" - Sammelrezension von Stefan Böschen in der aktuellen GAIA

    In der aktuellen GAIA (3/2014) hat PD Dr. Stefan Böschen, Mitarbeiter am ITAS, drei aktuelle wissenschaftspolitische Bücher rezensiert. Der Sammelband "Neue Governance der Wissenschaft - Reorganisation - externe Anforderungen - Medialisierung" (2013) von Edgar Grande und anderen stellt eine Zusammenfassung der Ergebnisse der gleichnamigen wissenschaftspolitischen Förderinitiative des BMBF dar und macht nach Stefan Böschen deutlich, dass die "Zahl und Reichweite von Steuerungsimpulsen zunimmt, dass aber das Wissenschaftssystem institutionell so organisiert ist, dass es die Wirkkraft solcher Impulse bremst" (S. 278). Das Buch "Citizen Science - Das unterschätzte Wissen der Laien" von Peter Finke weist auf die grundlegende Bedeutung von BürgerInnen in der Produktion wissenschaftlichen Wissens hin. Die LaienwissenschaftlerInnen unterstützen die "Wissenschaft paradoxerweise auch bei der Realisierung ihres ureigensten Ziels - dem der Wahrheitssuche" (S. 279). Nicht zuletzt bespricht Stefan Böschen das Buch "Transformative Wissenschaft - Klimawandel im deutschen Wissenschafts- und Hochschulsystem", in dem er "ungewöhnlich vielfältige Maßnahmen für die Neuorientierung und institutionelle Umbettung des Wissenschaftssystems" (S. 278) sieht. In allen drei Büchern manifestiert sich nach Böschen eine neue öffentliche Diskussion über die Rolle der Wissenschaft in der Orientierung an den großen gesellschaftlichen Herausforderungen, wobei sich die Wissenschaft selbst in einer Double-Bind Situation zwischen der Orientierung an diesen Herausforderungen und dem Streben nach wissenschaftlicher Exzellenz sieht.

    Die gesamte Rezension können Sie hier herunterladen:

    GAIA3_2014_278_279_Buecher_Boeschen
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Einführung in das Buch "Transformative Wissenschaft"


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