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  • "Transformative Wissenschaft - eine neue Ordnung im Wissenschaftsbetrieb?" - Armin Grunwald antwortet auf Peter Strohschneiders Kritik an der "Transformativen Wissenschaft"

    In der aktuellen GAIA verteidigt Prof. Dr. Armin Grunwald die Idee der Transformativen Wissenschaft. Er bezieht sich dabei auf einen Artikel des DFG-Präsidenten, Prof. Dr. Peter Strohschneider, der sowohl den Ansätzen der transdisziplinären Nachhaltigkeitsforschung als auch der Transformativen Wissenschaft vorwirft, durch eine zu starke Lösungsorientierung und Entgrenzung die Idee eines unabhängigen wissenschaftlichen Erkenntnisinteresses zu gefährden. Armin Grunwald greift die zentralen Kritikpunkte Strohschneiders auf und zeigt am Beispiel der aktuellen internationalen und nationalen Praxis der Nachhaltigkeitsforschung, dass es in diesen Ansätzen nicht um ein gegenseitiges Ausspielen sondern um eine Balance zwischen wissenschaftlicher Exzellenz und praktischer Relevanz geht. Weiterhin zieht Grunwald eine Analogie zur historischen Entwicklung der Technikwissenschaften, die sich am Beginn ihrer wissenschaftlichen Etablierung ähnlichen Vorwürfen des Solutionismus und der Wertgebundenheit von Forschung ausgesetzt sah. Ihre erfolgreiche Verankerung im Kanon der Disziplinen zeigt nach Grunwald, dass sie nicht - wie zunächst befürchtet - die wissenschaftlichen Qualitätskriterien abgeschafft hat, sondern zu einer inhaltlichen und methodischen Erweiterung der Wissenschaftslandschaft beigetragen hat.

    Der komplette Artikel von Armin Grunwald ist in der GAIA 24/ 1 (2015) erschienen und kann hier heruntergeladen werden:
    Grunwald (2015) GAIA1_2015_17_20_Grunwald
    Weitere Diskussionsbeiträge finden Sie hier.

  • Fuer eine erweiterte Governance von Wissenschaft - Ein wissenschaftspolitischer Rueckblick auf das Jahr 2014 von Uwe Schneidewind

    Auf den NaWis-Seiten der aktuellen GAIA gibt Prof. Dr. Uwe Schneidewind einen wissenschaftspolitischen Rückblick auf das Jahr 2014, zeichnet aktuelle Entwicklungen in den Bundesländern NRW, Baden Württemberg und Niedersachsen sowie auf Bundesebene nach. Schwerpunkt des Beitrages sind die aktuellen wissenschaftspolitischen Konfliktlinien im Kontext einer "Nachhaltigen Wissenschaft". Diese beziehen sich insbesondere auf die "Governance" von Wissenschaft und Gesellschaft.  Auf drei Governance-Ebenen verlaufen dabei die Konflikte: 1. der Ebene der Governance "in" der Wissenschaft, also diejenigen institutionellen Strukturen, die eine nachhaltigkeitsorientierte Wissenschaft langfristig im Wissenschaftssystem verankern, 2. der Governance "von" Wissenschaft durch neue gesellschaftliche Kräfte, die die gesellschaftlichen Einfluss- Möglichkeiten auf die Wissenschaft umfasst und 3. der Ko-Governance von Gesellschaft "durch" Wissenschaft als das weitreichendste Form des Zusammenspiels von Wissenschaft und Gesellschaft. In allen drei Governance-Bereichen haben sich im Jahr 2014 erhebliche Kontroversen ergeben. 

    Der Beitrag ist in GAIA 24/1 (2015) erschienen und kann hier heruntergeladen werden.

  • "Transforming Higher Education for Sustainable Development" - Policy Brief zum Beitrag der Wissenschaft zu den SDGs

    2015 veröffentlicht die UN ihren ersten Global Sustainable Development Report (GSDR). Darin wird eine erste Bilanz zu den Themen der im selben Jahr zu beschließenden Sustainable Development Goals (SDGs) gezogen. Im Vorfeld des GSDR wurden über das online Portal der UN zu den SDGs einige Beiträge zur Rolle der Wissenschaft im Rahmen der SDGs gesammelt. Diese Beiträge stehen nun auf der UN Sustainable Development Knowledge Plattform zur Einsicht und Diskussion. 
    Clemens Mader (Leuphana Universität Lüneburg, Universität Zürich) und Christian Rammel, (Wirtschaftsuniversität Wien) haben einen Policy Brief zu "Transforming Higher Education for Sustainable Development" beigetragen. Dieser GSDR-Brief verdeutlicht die Notwendigkeit der Weiterentwicklung des Hochschulsystems und der Institutionen für eine nachhaltige Entwicklung. Dabei wird auf eine globale Hochschulstudie Bezug genommen, welche sie in Kooperation mit der International Association of Universities und dem Österreichischen Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft durchgeführt haben.
     
    Download und Kommentare zum GSDR-Brief sind noch bis zum 31. März auf dieser Webseite möglich.
  • Universität Kassel veröffentlicht ersten Nachhaltigkeitsbericht

    Die Universität Kassel, Mitglied der NaWis-Runde, hat ihren ersten Nachhaltigkeitsbericht veröffentlicht und der hessischen Umweltministerin Priska Hinz (Grüne) übergeben. Mit dem Nachhaltigkeitsbericht unterstreicht die Universität Kassel erneut ihr Ziel eine nachhaltige Hochschule zu werden und eine langfristig tragfähige, gleichzeitige und gleichberechtigte Entwicklung in ökologischer, wirtschaftlicher und sozialer Hinsicht zu unterstützen. Der Bericht geht auf eine Zielvereinbarung vom 15. Juni 2011 zwischen dem Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst und der Universität Kassel für den Zeitraum 2011 bis 2015 zurück, in der sowohl die Entwicklung einer Nachhaltigkeitsstrategie, der Aufbau eines Nachhaltigkeitsmanagements als auch die Etablierung einer Nachhaltigkeitsberichterstattung angestrebt wird. "Die Universität hat ihre letzte Entwicklungsperiode dazu genutzt, eine Nachhaltigkeitsstrategie zu entwickeln, ein Nachhaltigkeitsmanagement aufzubauen und eine Nachhaltigkeitsberichterstattung zu etablieren. Der vorliegende Nachhaltigkeitsbericht ist ein Instrument, sich dem Ziel der Nachhaltigkeit über die zahlreichen bereits begonnenen Maßnahmen der letzten Jahre hinaus anzunähern." (Nachhaltigkeitsbericht Universität Kassel 2015, S. 91)

    Mit dem Bericht wurde eine erste Eröffnungsbilanz zur Nachhaltigkeit in den verschiedenen Bereichen der Universität Kassel vorgelegt, auf der in den kommenden Berichten aufgebaut werden soll. Der ganze Bericht kann unter diesem Link heruntergeladen werden.

  • „Ohne Forschung können wir die großen gesellschaftlichen Herausforderungen nicht lösen“ - Diskussionsbeitrag von Wissenschaftsministerin Svenja Schulze

    Auf dem Portal der NRW-Landesregierung stellt sich die nordrhein-westfälische Wissenschaftsministerin Svenja Schulze der Diskussion zum Thema Verantwortung der Wissenschaft. In ihrem Diskussionsbeitrag fordert sie insbesondere eine stärkere Beteiligung der Zivilgesellschaft ein: "Und ich wünsche mir selbstbewusste Vereine und Verbände, Interessensgruppen und Initiativen, die ihre Fragen laut stellen und den Dialog mit der Wissenschaft dazu einfordern." Unter https://land.nrw/de/blogbeitrag/ohne-forschung-koennen-wir-die-grossen-gesellschaftlichen-herausforderungen-nicht-loesen können Sie zum Thema mitdiskutieren.

  • Forschung für Nachhaltigkeit: 8 Millionen Euro für die nachhaltige Entwicklung von Städten in Baden-Württemberg

    Das Wissenschaftsministerium Baden-Württemberg fordert Hochschulen und wissenschaftliche Einrichtungen des Landes zur Teilnahme an der Ausschreibung "Reallabor Stadt" auf. Mit dieser zweiten Ausschreibungsrunde im Rahmen der Strategie "Wissenschaft für Nachhaltigkeit" werden Projekte gefördert, die in Zusammenarbeit mit Kommunen gesellschaftliche Herausforderungen des urbanen Raumes wissenschaftlich bearbeiten und die Stadtentwicklung aktiv vorantreiben.
    "Viele gesellschaftliche Herausforderungen zeigen sich besonders deutlich in unseren Städten. Dazu gehören Einwanderung, neue Formen von Wohnen und Mobilität, Digitalisierung, die Alterung unserer Gesellschaft", so Wissenschaftsministerin Bauer. Zugleich werde in Städten an Lösungen für diese Probleme gearbeitet: "Städte sind Labore der Zukunft, weil hier Wissenschaft, Kommunen, die Wirtschaft und Bürger gemeinsam Lösungsansätze entwickeln können". Diese Form der Zusammenarbeit soll die ausgeschriebene neue Förderlinie des Wissenschaftsministeriums stärken. Dafür stehen insgesamt 8 Mio. Euro zur Verfügung, die nach Begutachtung durch ExpertInnen im November 2015 vergeben werden. Die Frist zum Einreichen von Anträgen ist der 26.06.2015. Die vollständige Ausschreibung finden Sie unter diesem Link.
  • "Viel Einfluss, wenig Vielfalt? Die Rolle der Wirtschaftswissenschaften in Wissenschaft, Politik und Gesellschaft" - NRW-Fortschrittslecture Wirtschaftswissenschaften am 22. April in Berlin

    Die nordrhein-westfälische Wissenschaftsministerin Svenja Schulze lädt zu einer Veranstaltung ein, die den aktuellen Diskurs um den Status und die Zukunft der Wirtschaftswissenschaften aufgreift: die NRW-Fortschrittslecture "Viel Einfluss, wenig Vielfalt? Die Rolle der Wirtschaftswissenschaften in Wissenschaft, Politik und Gesellschaft" am 22. April 2015, ab 19 Uhr, in der Vertretung des Landes Nordrhein-Westfalen beim Bund, Hiroshimastraße 12-16, 10785 Berlin.

    Sind die Forderungen nach mehr Methoden- und Theorienvielfalt sowie eine stärkere interdisziplinäre Herangehensweise gerechtfertigt? Brauchen wir in den Wirtschaftswissenschaften neue Ansätze und Perspektiven, um den (ökonomischen) Herausforderungen unserer Zeit angemessen zu begegnen? Diese und weitere Fragen diskutieren u.a. Till van Treeck (Professor für Sozialökonomie von der Universität Duisburg-Essen) Ulrike Herrmann (Wirtschaftskorrespondentin der taz) und Lino Zeddies (Studierender der Wirtschaftswissenschaften von der Freien Universität Berlin). Moderiert wird die Veranstaltung von Harald Schumann, Wirtschaftsredakteur beim Tagesspiegel.

    Eine Anmeldemöglichkeit zur Veranstaltung finden Sie hier.
  • "Forschungswende: Wissen schaffen für die Große Transformation" - Schwerpunktheft der Zeitschrift politische ökologie

    Der aktuelle Band der Zeitschrift politische ökologie beschreibt, wie sich Forschungsinhalte und Hochschulsystem ändern müssen, damit die Wissenschaft ihrer Verantwortung für die Gesellschaft gerecht werden kann. Die Autor(inn)en der Zeitschrift  fordern eine Wissenschaft, die disziplinäre Grenzen überwindet, lebensnahe Schwerpunkte in Forschung und Lehre setzt und mit Politik und Zivilgesellschaft an einem Strang zieht. Und sie beleuchten Nischen, in denen das heute schon passiert.

    Das Heft wurde in Kooperation mit der Kommission Wissenschaftspolitik im Wissenschaftlichen Beirat des BUND herausgegeben und nimmt vor allem die zivilgesellschaftliche Beteiligung an Forschung und Lehre in den Blick. In dem Eingangsbeitrag "Verantwortung für die Gesellschaft - Wissenschaft in der Großen Transformation" erläutert Uwe Schneidewind warum die Wissenschaft wieder stärker ihrer gesellschaftlichen Verantwortung gerecht werden muss und wo es Vorreiter einer Transformativen Wissenschaft gibt. Der Artikel "Forschung, bitte wenden! - Wissenschaftspolitik für nachhaltige Entwicklung" von Wilfried Kühling, Rudi Kurz und Hubert Weiger begründet, dass vor allem die Partizipation zivilgesellschaftlicher Verbände im Wissenschaftssystem dessen Transparenz und Effektivität entscheidend erhöhen kann. Doch auch Studierende sind wichtige Impulsgeber für eine Wissenschaft für nachhaltige Entwicklung: Das zeigt Michael Wihlenda in seinem Beitrag "Curriculum Change now! - Studentische Initiativen als Treiber der Transformation". Die zunehmende Vernetzung von Studierenden, zivilgesellschaftlichen Akteuren und WissenschaftlerInnen führt in der Kombination mit aktuellen Steuerungsanreizen der Politik für eine Nachhaltigkeitsorientierte Forschung zu einer neuen Governance der Wissenschaft - das begründet nicht zuletzt Mandy Singer-Brodowski in ihrem Beitrag "Die Governance einer Wissenschaft für die Gesellschaft".

    Das Heft der politischen ökologie (Band 140) "Forschungswende: Wissen schaffen für die Große Transformation" ist im oekom Verlag erschienen. Sein Inhaltsverzeichnis kann hier eingesehen werden.
  • Internationales Symposium "Klima – Wandel im Gipfeljahr 2015" am 18.03. in Hamburg

    Anlässlich seines 75. Geburtstags am 18. März 2015 würdigt die Vereinigung Deutscher Wissenschaftler (VDW) gemeinsam mit dem Max-Planck-Institut für Meteorologie (MPI-M), dem Wissenschaftlichen Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU) und mit weiteren Unterstützern die wissenschaftliche Tätigkeit sowie das politische und zivilgesellschaftliche Engagement Hartmut Graßls mit einem internationalen Symposium zu den aktuellen Herausforderungen des Klimawandels im Gipfeljahr 2015.

    Prof. Dr. Hartmut Graßl steht mit seiner wissenschaftlichen Tätigkeit und seinem politischen Engagement beispielhaft für die notwendigen Schritte in Richtung Klimaschutz. Seit nun vier Jahrzehnten begleitet er aktiv die nationale und internationale Forschung ebenso wie die gesellschaftliche Auseinandersetzung mit den Fragen des Klimawandels. Mit kritischem Blick auf das eigene Handeln als Wissenschaftler und die Entwicklungen des Wissenschaftssystems war und ist Hartmut Graßl stets offen für ein neues Denken und für neue Lösungsansätze im Zusammenspiel mit Akteuren jenseits der Forschung.

    Im Mittelpunkt des internationalen Symposiums steht die Ausgestaltung klimarelevanter Prozesse wissenschaftlicher Forschung, politischer Entscheidungen und gesellschaftlicher Transformation, die in ihrem Zusammenwirken über unsere Zukunft und jene des Planeten entscheiden. Hierbei sollen wissenschaftliche Herausforderungen des Klimawandels benannt und Möglichkeiten aufgezeigt werden, die sich aus dem Zusammenwirken der jeweiligen Zugänge in Forschung, Politik und Zivilgesellschaft ergeben können. Zusammen mit Rednern aus Wissenschaft, Politik und Zivilgesellschaft wird aufgezeigt, in welche Richtung zukünftige Anstrengungen gehen sollten und welche Ansätze sich besonders zielführend für die Lösung drängender Probleme der Klimaerwärmung erweisen.

    Das Programm zum Symposium erhalten Sie hier:
    Flyer_Graßl75_Klima-Wandel_18März_Hamburg

  • "Lehre. Forschung. Gesellschaft. Neue Kooperationen zwischen Hochschulen und Zivilgesellschaft" Tagung des Hochschulnetzwerks Bildung durch Verantwortung am 23./24. April in Berlin

    Das "Hochschulnetzwerk Bildung durch Verantwortung" ist ein seit 2009 bestehender Zusammenschluss von mittlerweile über 30 Hochschulen, die das zivilgesellschaftliche Engagement von Studierenden, Lehrenden und anderen Hochschulangehörigen stärken möchten. Ziel ist es, die Qualität der akademischen Lehre sowie des wechselseitigen Wissenstransfers zwischen Hochschule und Gesellschaft zu verbessern und damit einen spezifischen Beitrag zur Förderung des gesellschaftlichen Miteinander zu leisten. Im Frühjahr 2015 wird sich das Netzwerk als eingetragener Verein institutionalisieren. Gerahmt wird die Gründungsfeier von einer Fachtagung zum Thema "Lehre. Forschung. Gesellschaft. Neue Kooperationen zwischen Hochschulen und Zivilgesellschaft" am 23./24. April 2015 in Berlin. Mit ihr soll auf Bundesebene der Dialog zwischen Wissenschaft und Zivilgesellschaft angeregt werden. Welche Erwartungen haben beide aneinander? Wie wollen sie Kooperationen aufbauen? Welche Rahmenbedingungen braucht es dafür? 

    Der erste Tag der Tagung reflektiert diese Fragen auf (hochschul-)politischer Ebene. Am zweiten Tag werden die Ergebnisse des von fünf Hochschulen durchgeführten Verbundprojekts "Potenzialförderung für Lernen durch Engagement und gesellschaftliche Verantwortung an Hochschulen" vorgestellt, das seit 2012 vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert wurde.

    Die Tagung richtet sich an Hochschulleitungen und -mitarbeitende sowie an Vertreter_innen und Interessierte politischer und zivilgesellschaftlicher Organisationen. Sie will Impulse geben zum aktiven Austausch zwischen Hochschulen und Zivilgesellschaft und die Zusammenarbeit zu konkreten gesellschaftlichen Fragestellungen im Hinblick auf Bildung, Politik, Wirtschaft, Sozialem, Kultur und Umwelt anregen.Eine ausführliche Einladung zur Tagung können Sie hier herunterladen:

    2015-03-03 Tagung Hochschulnetzwerk BdV Berlin 2015-1

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